28. Februar 2013
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Porträt (Malerei)

Gattungen

Ein erstes formales Unterscheidungsmerkmal für die Porträts [W] ist die Anzahl der dargestellten Personen in Einzelportraits, Doppelportraits und Gruppenportraits.

Darauf folgt als zweites Unterscheidungsmerkmal die Bildgattung mit den inhaltlichen Aspekten, die nachfolgend aufgelistet sind.

  1. Privatporträt (auch bürgerliches Porträt, meint eine Person mit individueller Charakterisierung)
  2. Kinderporträt
  3. Greisenporträt
  4. Familienporträt (subjektive Darstellung von existentiellen Situationen und privaten beziehungen)
  5. Freundschaftsporträt (soziale und emotionale Beziehung steht im Vordergrund)
  6. Selbstporträt (steht oft zwischen der beruflichen oder sozialen Repräsentation und der privaten psychologischen Selbsterforschung)
  7. Rollenporträt (berufliche oder ideologische Funktion)
  8. Standesporträt (zeigt eine gesellschaftliche Repräsentation und unterstreicht die soziale Stellung)
  9. Herrscherporträt (Standesporträt mit der Funktion der Legitimation des Herrschaftsanspruches)
  10. Reiterporträt (das Pferd als Statussymbol)
  11. Stifterporträt (Darstellung der Frömmigkeit des Stifters und seiner sozialen Stellung)
  12. Vorstellungsporträt (Idealvorstellung einer Person, z.B. aus der Antike)

 

Typen

Die formale Entscheidung des Bildausschnittes war bis in das 19. Jahrhundert hinein zwischen dem Auftraggeber und dem Künstler genau festgelegt und bestimmte zudem die Höhe der Kosten.

  1. Kopfstück (Kopf mit Halsausschnitt)
  2. Schulterstück (wie die Büste, Schultern bis zur Achselhöhle)
  3. Bruststück (Oberkörper mit Brustkorb, Schultern und Armabschnitten)
  4. Halbfigur (Oberkörper bis zur Taille oder bis zum Schritt mit Armen und Händen, stehend oder sitzend)
  5. Kniestück (Knie, stehend oder sitzend)
  6. Ganzfigurbild (größte Herausforderung für den Künstler, stehend oder sitzend)

 

Ebenso ist die Kopfdrehung des dargestellten Gesichts eine weitere Möglichkeit der Differenzierung der Bildtypen.

  1. Frontalansicht – en face (das Gesicht ist frontal auf den Betrachter gerichtet)
  2. Dreiviertelprofil (das Gesicht ist leicht aus der Frontalansicht herausgedreht, sodass die dem Betrachter zugewandte Hälfte vollständig und die ihm abgewandte Seite sehr stark verkürzt wird, wodurch sich die Proportionen im Gesicht verschieben)
  3. Halbprofil (Mitte zwischen dem Profil und dem Dreiviertelprofil, das zweite Auge ist noch sichtbar)
  4. Viertelprofil (selten vorkommende Ansicht, bei der die Profilansicht überwiegt und das zweite Auge gerade noch zu sehen ist)
  5. Profilansicht – en profil (reine Seitenansicht, vergleichbar mit dem Schattenriss)
  6. verlorenes Profil – profil perdu (selten vorkommende Ansicht von hinten, nur die Konturen der Wangenknochen sind erkennbar)

 

4. November 2012
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DNA als Erbsubstanz

Die DNA (Desoxyribonucleinsäure) [W] trägt in allen Lebewesen die Erbinformationen.

Bausteine (Nucleinsäuren)

Die DNA kommt in Eukaryoten [W] hauptsächlich im Zellkern vor.

Isolierte Nucleinsäure [W] ist eine fadenförmige, makromolekulare Verbindung aus den Nukleotiden [W]:

  1. Phosphorsäure
  2. einem Zucker
  3. vier verschiedenen organischen Srickstoffbasen

Die DNA enthält:

  • den Zucker Desoxyribose (desoxy =ohne Sauerstoff), die OH-Gruppe am 2. C-Atom wird durch ein H-Atom ersetzt
  • vier verschiedene Basen

Cytosin und Thymin sind kleiner (ein Ring), Guanin und Adenin größer (zwei Ringe).

Je ein Pyrimidin bildet über Wasserstoffbrückenbindungen (…/..) mit einer Purinbase eine “Sprosse” im System der DNA-Doppelhelix.

  • eine Phosphatengruppe

Die RNA (Ribonucleinsäure) zeigt zwei Unterschiede:

  • Ribose [W] als Zucker
  • Die Base Thymin wird durch Uracil (ebenfalls Pyrimidinbase) ersetzt.

Zudem liegt RNA oft als Einzelstrang oder kurze Sequenzen vor.

Bausteine der DNA

  • Doppelhelix (rechtsgängige “Strickleiter”), bestehend aus zwei Seitensträngen (Zucker und Phosphat im Wechsel) und den “Sprossen” aus Basenpaaren. Nach Watson & Clark (1953) [W].
  • Durch schraubenförmige Windung der Seitenketten um eine gemeinsame Achse wird eine Stabilität gegeben.
  • Die Basen zeigen hierbei nach innen und es ergeben sich 10 Basenpaare pro Windung. Die Basenabfolge codiert die Erbinformationen.
  • Die Stränge sind durch die festgelegte Paarung der vier Basen zueinander komplementär (antiparallel).

1x vom 3′ zum 5′-Ende
1x vom 5′ zum 3′-Ende

  • Die DNA ist bei Eukaryoten auf kugelförmige Histone (Proteine) [W] aufgewickelt (perlenschnurartige Struktur), dem DNA-Histon-Komplex [W].
  • Bei 70°C denaturiert (“Schmilzt”) die DNA, die Wasserstoffbrückenbindungen zwischen den Basen brechen und die Doppelhelix wird entwunden. Da starke kovalente Bindungen bestehen bleiben, kann bei einer Abkühlung eine Renaturalisierung einsetzen (z.B. für Hybridisierungsversuche nutzbar).

 

 

29. Oktober 2012
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Rhetorische Stilmittel

Nachfolgend eine Liste der immer wieder verwendeten rhetorischen Figuren in der Lyrik aber auch in anderen Texten in Reden oder Werbungen. Wichtig sind diese Stilmittel in der Analyse.

9. September 2012
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Der Zellzyklus

Interphase

Verdopplung des Erbgutes (Chromatinfäden)

Mitose und Cytokinese

Prophase

    • Aufschraubung und Faltung der Chromatinfäden
    • Zerfall der Kernhülle
    • Beginn des Aufbaus des Spindelapparates, bei tierischen Zellen über Centriolen

Metaphase

    • z-Chromatid-Chromosomen ordnen sich in der Äquatorialebene an

Anaphase

    • z-Chromatid-Chromosomen werden getrennt
    • Verkürzung der Spindelfasern lässt 1-Chromatid-Chromosomen zu den Polen wandern

Telophase

    • Auflösung der Spindelfasern und Entfaltung der Chromosomen
    • Aufbau einer neuen Kernhülle
    • Vollständige Teilung des Cytoplasmas sowie neue Zellmembran

3. September 2012
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Lyrische Epoche: Neue Sachlichkeit

Mit der Neuen Sachlichkeit (ca. 1919-1933)wird die Literatur aus der Weimarer Republik bezeichnet. Die Autoren legen hier besonderen Wert auf eine realistische und objektive Betrachtung der Wirklichkeit.

Historischer Hintergrund

    • 1. Weltkrieg ist verloren
    • Kaiserreich ist nun Republik
    • Dolchstoßlüge (gegen die Linken)
    • Revolution am 9. November 1918
    • politische Morde
    • Friedrich Ebert verstirbt 1925
    • Hindenburg wird Nachfolger Eberts
  • mentale Belastungen
    • traumatische Kriegserlebnisse und deren Folgen
    • Kriegsschuldartikel des Versailler Vertrages: Deutschland habe die alleinige Schuld, der Kaiser sei ein Kriegsverbrecher
    • unvorbereiteter Demokratisierungsvorgang – “Demokratie ohne Demokraten”
  • wirtschaftliche Belastungen
    • hohe Reparationszahlungen (Versailler Vertrag)
    • Wirtschaftskrisen (1923 und 1929/1930)
    • gefolgt von Arbeitslosigkeit, Infaltion, Hunger, sozialer Abstieg
  • politische Belastungen (führen zur Radikalisierung)
    • Dolchstoßlegende
    • Macht der alten Eliten (Justiz)
    • polit. motivierte Morde
    • Präsidialkabinette mit ständig wechselnden Regierungen
    • Tod des demokratischen Reichspräsidenten Friedrich Ebert
    • Monarchist Hindenburg als Nachfolger
    • Verunsicherung/Resignation
  • die goldenen Zwanziger
    • Beflügelung durch neue Impulse der Massenmedien und des Nachtlebens
    • Wunsch nach Ablenkung/Zerstreuung: Amüsement

=> Ambivalente Epoche

Themen und Motive

  • Wirtschaftskrise, soziale Not
    • keine Akzeptanz der Republik trotz einer Stabilisierung in den Zwanzigern
    • bürgerkriegsähnliche Zustände
    • Brünings Sparkurs zur Minderung der Reparationen wirkt sich krisenverschärfend aus
    • viele Arbeitslose
    • Erfolge für die KPD und der Streit mit der ideologisch nahen SPD
  • Die Großstadt Berlin
    • drittgrößte Stadt der Welt dieser Zeit
    • offen für Neues
    • erhöhter Dienstleistungssektor
    • Arbeitsplätze und kulturelle Angebote
    • große Unterschiede für die verschiedenen Kulturkreise, die dennoch nebeneinander wohnten
  • Der neue Frauentyp
    • Vamps/Girls und angestellte Frauen (neue Erscheinung)
    • weibliche Angestellte machen mehr als 1/3 aller Angestellten aus
    • mehrere neue Frauenberufe
    • ‘neu’ ist Synonym für jung
  • Angestellte und Angestelltenkultur
    • keine Industriestädte mehr, sondern Angestellten- und Beamtenstädte (laut Werner Sombat, Ökonom)
    • noch nicht über der Anzahl der Arbeiter
    • gedrückte Gehälter, Willkür, Existenzunsicherheit
    • Mechanisierung
  • Das Medium Film
    • Voraussetzung: moderne Freizeit
    • weitgehender Wegfall der Zensur
    • technischer Fortschritt (z.B. die vollautomatische Kamera, 1924)
    • Tonfilm
    • Massenmedium
    • Deutschland produziert mehr Filme als der Rest Europas

Autoren

  • Erich Kästner
  • Hans Fallada
  • Irmgard Keun
  • Marieluise Fleißner
  • (Alfred Döblin)

26. März 2012
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Kurvendiskussion

Symmetrie

Achsensymmetrie (bezüglich der y-Achse)

f(-x) \, = \, f(x)

Punktsymmetrie (bezüglich des Ursprungs)

Extrempunkte

relatives Minimum

  1. f'~(x_0) = 0,
  2. f'~(x) < 0 für x < x_0, \, x \in I und
  3. f'~(x) > 0 für x > x_0, \, x \in I
relatives Maximum
  1. f'~(x_0) = 0,
  2. f'~(x) > 0 für x < x_0, \, x \in I und
  3. f'~(x) < 0 für x > x_0, \, x \in I

Wendepunkte

Normale Wendestelle

  1. f''~(x_0) = 0
  2. f'''~(x_0) \ne 0

Sattelpunkt

  1. f'~(x_0) = 0
  2. f''~(x_0) = 0
  3. f'''~(x_0) \ne 0

Weitere Informationen auf wikipedia.org und auf bonner-nachhilfe.de:

Kurvendiskussion [PDF] Nullstellenberechnung [PDF] Symmetrie [PDF] Globalverhalten [PDF]

 

19. März 2012
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Lyrische Epoche: Romantik

Die Epoche der Romantik (ca. 1795-1835) nimmt eine Gegenposition zur Rationalität und Aufklärung ein. Der Begriff “romantisch” bedeutet soviel wie wunderbar, irrational und phantasievoll, also im Gegensatz zu alltäglich und realistisch.

romantische Kunstauffassung

  • Welt soll verzaubert werden: Poetisierung/Romantisierung der Realität

“Indem ich dem Gemeinen einen höheren Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Aussehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, romantisiere ich es.”
Novalis

  • Kunst ist Ausdruck des im eigenen Inneren visionär geschauten => Individualität, Subjektivität -> Ablehnung eines verbindlichen Regelwerkes

Motive/Themen

  • Verbundenheit des lyr. Ichs mit der Natur; Spiegelung des Seelenlebens in der Natur
  • Beziehung Mensch-Gott; Anschauung des Göttlichen in der Natur und Liebe
  • Vergänglichkeit des Lebens und der Liebe; Lebens- und Liebesschmerz -> Melancholie
  • Sehnsucht nach erfüllender Liebe, nach der Ferne (Reise) -> Weltschmerz
  • Artikulation von seelischen Abgründen (z.B. Ich-Verlust)
  • Anfänge der Industrialisierung mit dem Gegensatz der Natur

historischer Hintergrund

  • Befreiungskriege gegen Napoleon, Preußische Reformen
    -> Entwicklung von Nationalbewusstsein
  • Restauration ab 1815
    -> Abwendung vom Politischen, Rückzug ins Private

zweifacher Liebesbegriff der Romantik

  • auf das Irdische ausgerichtete sinnliche Liebe
  • auf das Transzendente/Mystische/Göttliche ausgerichtete seelische Liebe

17. März 2012
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Vom Bauer zum Manager

1. Revolution: Agrarwirtschaft (vor ca. 9000 Jahren)

  • Brandrodungsinseln / Siedlungen
  • Anbau von Getreide
  • vom ungeregelten Flächenwechsel zur Dreifelderwirtschaft
  • durch die Ernte werden dem geregelten Agrarökosystem Nährstoffe entzogen
    • ein Teil geht als organischer Dünger zurück
    • ein Teil wird verkauft
    • Nutzung von Laub und Plaggen als Dünger

2. Revolution (im 18. & 19. Jahrhundert)

  • neue Feldfrüchte (z.B. Kartoffeln)
  • Verzicht der Brache
  • Fruchtwechsel (Erhalt der Bodenfruchtbarkeit)
  • verbessertes Saatgut
  • Zuchttierrassen
  • Entdeckung des Mineraldüngers (keine Brache mehr notwendig)
  • Erhöhung der Agrarproduktion
    • Bildung von Industriestädten

3. Revolution (1930)

  • Zunahme von Kapital und Spezialisierung der Betriebe
  • Agrartechnologie: Zunahme vom Maschineneinsatz; Industrialisierung
    • Mechanisierung
    • Intensivierung
    • Spezialisierung
  • Steigerung der Erträge

4. Revolution (ab 1980)

  • ökologische Ausrichtung und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft
  • ökonomische Ausrichtung
    • Automatisierung (Computersteuerung)
    • Gentechnik & Saatgut
    • neue Agrarpolitik

 

17. März 2012
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Grundbegriffe der Ökologie

Definition der Ökologie:

[oikos logos] – Lehre des Haushalts (der Natur)

Faktoren der Ökologie:

  • biotischer Faktor
  • abiotischer Faktor (physikalisch & chemisch)

Ökologische Ebenen und die dazugehörigen Forschungsgebiete:

Biosphäre, Gesamtheit aller Organismen + bewohnter Bereich
– Biosphärenforschung

Ökosystem, Biotope und Biozönosen zusammen
– Ökosystemforschung

Biozönosen, Abhängigkeit zwischen allen Organismen im selben Lebensraum
– Synökologie

Population, Entwicklung einzelner Lebensformen, Genetik und Fortpflanzung
– Populationsökologie

Organismus: Wechselbeziehungen zwischen Umweltfaktoren und Einzelorganismus
– Autökologie

 

GDE Error: Unable to load profile settings

29. Februar 2012
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Reimarten

reiner Reim

Der lautliche Gleichklang stimmt mit den Reimsilben genau überein.

Beispiele:

unvolkommen – benommen
geht – fleht 

unreiner Reim

Die Lautfolge stimmt annähernd überein. Unreine Reime können durch ähnliche Konsonanten oder mit Umlauten gebildet werden.

Beispiele:

blüht – flieht
neige – schmerzensreiche

Assonanz (Halbreim)

Unreine Reime, deren vokalische Gleichheit bei verschiedenen Konsonanten oder konsonantischer Gleichheit bei verschiedenen Vokalen.

Beispiel:

wagen – laben

Parareim (Halbreim)

Unreine Reime, deren Vokalquantität bleibt. Nur die Konsonanten stimmen überein.

Beispiele:

wagen – wogen
Rat – rot