Lyrische Epoche: Barock

| 2 Kommentare

Die Epoche der Barocklyrik (ca. 1600-1750) ist stark vom Dreißigjährigen Krieg beeinflusst und dem daraus enstehenden Absolutismus.  Ebenso entwickelte sich die neuhochdeutsche Literatursprache sowie viele der bis heute wichtigen literarischen Gattungen und Formen.

historischer Hintergrund

  • Dreißigjähriger Krieg [W] (1618-1648)
  • Seuchen/Krankheiten (z.B. Pest)

literaturhistorischer Hintergrund (Leitmotive)

  • Carpe Diem [W] (“Nutze den Tag”)
  • Memento Mori [W] (“Gedenke des Todes”)
  • Carpe Caelum (“Fange den Himmel”)
  • Vanitas [W] (“leerer Schein”), Bedeutung: Nichtigkeit, Vergeblichkeit

Poetik des Barock (vgl. Regelpoetik [W] von Martin Opitz)

  • Sonett als bevorzugte Gedichtsform
  • Lied
  • Epigramm
  • Alexandriner als bevorzugtes Metrum

Gestaltung von Liebe / Liebesbegriff

  • Sinnenliebe / erotische Liebe ↔ Sittsamkeit / Moral / Enthaltsamkeit
  • Alterungsprozess, Vergänglichkeit der Liebe
  • Hektischer Genuss / Treue wird außer Acht gelassen
    (Zeit ist kostbar – Verbindung zu dem literaturhistorischen Hintergrund “Carpe Diem”)

Dichter

  • Martin Opitz [W]
  • Andreas Gryphius [W]
  • Sybilla Schwarz [W]
  • Paul Fleming [W]

epochenspezifische literarische Gestaltungsmittel

  • Petrarkismus [W], Der Mann hat den wehleidigen und klagenden Part, die Frau hingegen ist abwesend und grausam. Dies knüpft an die mittelalterliche Minnelyrik an.
  • Hyperbolik [W]
  • Manierismus [W] (manierierte Sprache)
  • Antithetik [W]
  • Emblematik [W]
  • Dialogischer Charakter
    • zwischen lyrischem Ich & Du
    • zwischen lyrischem Ich & Rezipient (der Aufnehmende)
  • Ein Topos, Plural: Topoi (Gemeinplatz) beschreibt ein festes Denk- und Bildschema.
    • Unsagbarkeitstopos: formelhafte Umschreibung für die Unfähigkeit, die Schönheit der Frau in Worte zu fassen
    • Topos “Mond”: Nacht als Zeit der Liebenden
    • Topos “Wein”: stimulierender Begleiter der Liebe

 

Autor: Johannes

Hallo, ich heiße Johannes. Ich bin Schüler, Internetbewohner, Cineast und mehr. Über dein Feedback würde ich mich freuen.

2 Kommentare

  1. hat mir sehr geholfen! Danke! Genau das, wonach ich gesucht habe!

  2. Gute Zusammenfassung! Ich würde aber noch den ”Dualismus” erwähnen.
    Dualismus = antithetisches Lebensgefühl nach der hier geschilderten Erfahrung -> einerseits vanitas und memento mori und andererseits carpe diem.
    Und außerdem noch den ”Jenseitsgedanken”. Die Menschen waren der Meinung auf das Irdische kann man nicht bauen -> Gott als das eigentliche Ziel

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.