Lyrische Epoche: Romantik

| 2 Kommentare

Die Epoche der Romantik (ca. 1795-1835) nimmt eine Gegenposition zur Rationalität und Aufklärung ein. Der Begriff “romantisch” bedeutet soviel wie wunderbar, irrational und phantasievoll, also im Gegensatz zu alltäglich und realistisch.

romantische Kunstauffassung

  • Welt soll verzaubert werden: Poetisierung/Romantisierung der Realität

“Indem ich dem Gemeinen einen höheren Sinn, dem Gewöhnlichen ein geheimnisvolles Aussehen, dem Bekannten die Würde des Unbekannten, dem Endlichen einen unendlichen Schein gebe, romantisiere ich es.”
Novalis

  • Kunst ist Ausdruck des im eigenen Inneren visionär geschauten => Individualität, Subjektivität -> Ablehnung eines verbindlichen Regelwerkes

Motive/Themen

  • Verbundenheit des lyr. Ichs mit der Natur; Spiegelung des Seelenlebens in der Natur
  • Beziehung Mensch-Gott; Anschauung des Göttlichen in der Natur und Liebe
  • Vergänglichkeit des Lebens und der Liebe; Lebens- und Liebesschmerz -> Melancholie
  • Sehnsucht nach erfüllender Liebe, nach der Ferne (Reise) -> Weltschmerz
  • Artikulation von seelischen Abgründen (z.B. Ich-Verlust)
  • Anfänge der Industrialisierung mit dem Gegensatz der Natur

historischer Hintergrund

  • Befreiungskriege gegen Napoleon, Preußische Reformen
    -> Entwicklung von Nationalbewusstsein
  • Restauration ab 1815
    -> Abwendung vom Politischen, Rückzug ins Private

zweifacher Liebesbegriff der Romantik

  • auf das Irdische ausgerichtete sinnliche Liebe
  • auf das Transzendente/Mystische/Göttliche ausgerichtete seelische Liebe

Autor: Johannes

Hallo, ich heiße Johannes. Habe mitlerweile das Ziel Abitur erreicht. Über dein Feedback würde ich mich freuen.

2 Kommentare

  1. Hallo, Johannes… WELL DONE!!
    I <3 your textes

  2. Vielen Dank für die übersichtliche Zusammenstellung.
    Ich muss einen Vortag über Romantik halten und du hast mir wirklich geholfen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.